Onychomykose Behandlungskonzept
Präambel
Diese Webseite wurde von Dr. med. P. Foss aufgebaut, ohne finanzielle Mittel von Pharmaindustrie oder Gerätehersteller. Sie ist deshalb valide und zeigt die Erfahrungen von 30 Jahren Behandlung der Onychomykose und Tinea pedis. Diese Webseite wurde auch deshalb aufgebaut, weil immer wieder in den Medien und Fachzeitschriften falsche Behauptungen aufgestellt und immer wieder verbreitet werden, obwohl diese nachweislich falsch sind.
Den Behandlern der Onychomykose und Tinea pedis soll hier eine wissenschaftlich basierte Basis für deren Handlungen gegeben werden. Die Aussagen oder Vorschläge, die in dieser Fachwebseite geäußert werden, sind Meinungen und Regeln, die von Dr. med. P. Foss in den letzten Jahrzehnten bei Behandlungen der Onychomykose und Tinea pedis erarbeitet wurden. Diese Regeln entsprechen einem großen Erfahrungsschatz von etwa 50.000 Analysen fräszytologischer Präparate durch die über dreißigjährige Berufserfahrung in der Dermatologie und sind nicht das Ende von möglichen Entwicklungen.
Diagnostik
Zur zielsicheren Behandlung eines Nagels- oder Fußsohlenpilzes machen wir eine fräszytologische Untersuchung der Nagel- oder Hautoberflächen mit zytologischen, modifizierten Spezialfärbungen auf Pilze (PAS). Zusätzlich werden noch Pilzkulturen angelegt, um evtl. herauszufinden, welcher Erreger den Nagel- oder Fußsohlenpilz auslöst. Die Pilzkulturen gehen leider im Großteil der Fälle nicht an, vor allen Dingen bei Vorbehandlungen.
Zudem wird bei der Erstvorstellung und meist auch bei Kontrollen ein kontaktfreies Stereoauflichtmikroskop benutzt (SAM) zum Ausschluss von anderen Hauterkrankungen bzw. zum Ausschluss von bösartigen Erkrankungen im Nagel oder auf der Fußsohle. Denn es gibt bösartige Nagelveränderungen, die wie Nagelpilz aussehen.
Oft ist es sinnvoll, eine Genom-Analyse der Pilze (DNA Analyse der Pilze) zu machen, wenn in der Fräszytologie mit Spezialfärbungen Pilzemente zu sehen sind.
Weitere Analytik und Ihre Mithilfe
Hier können auch Löcherungsmarkierungen zur Analyse des Nagelwachstums gemacht werden. Es ist sicherlich sinnvoll, dass auch Handyfotos vom Verlauf gemacht werden.
Behandlung
Zur äußerlichen Behandlung werden bewährte breitbandantimykotisch wirksame Cremeformulierungen genutzt, die alle Pilze auf dem Fuß wirksam zerstören. Diese äußerliche Cremebehandlung muss selbst bezahlt werden, da die Krankenkassen die Antipilzcreme bei den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr finanzieren. Diese Cremes sind jedoch kostengünstig (ca. 10 Euro, 50 g).
Manchmal sind weitere gezielte äußerliche Therapien sinnvoll, wie noch eine spezielle Perforationstherapie in den pilzbefallenen Arealen des Nagels. Hier können in die eingebrachten Laserlöcher (völlig schmerzfreie Behandlung) Antipilzlösungen oder spezielle Nagellacke eingetropft werden, die dann die Pilze direkt im betroffenen Bereich zerstören. Verwendet werden hierfür keine Überwärmungslaser, sondern Abtragungslaser (Erbium-YAG).
Falls die äußerliche Behandlung nicht wirksam ist (es herrscht das Motto: Kein Nagelpilz ohne Fußsohlenpilz), muss evtl. auch unter Kenntnis des Pilzerregers eine gut verträgliche medikamentöse Therapie mit Tabletten oder Kapseln angewendet werden. Diese Tabletten-Therapie können heute als Intervall-Therapien sehr schonend und gut verträglich gestaltet werden. Diese Therapien sind ärztliche Verordnungen.
Alle drei Monate sollte eine Kontrolle des Therapieerfolges durchgeführt werden. Gegebenenfalls sollten dann auch alle drei Monate eigene Handyfotos vom Verlauf gemacht werden.
Für Patienten, bei denen noch andere mögliche Risikofaktoren bestehen, können diese Therapien individuell angepasst werden.
- zudem wissen wir nicht, wo genau die Pilzstrukturen in Ihrer Nageltasche sitzen. Eventuell sind dort auch die Pilzelemente (Sporen) vorhanden, die hartnäckig zu behandeln sind, da sie sich abkapseln und somit einen geringen Stoffwechsel haben.
- wissen wir nicht, wie und wo genau der Pilz im Nagelbett vorliegt.
- wissen wir nicht, wie schnell der betroffene Pilznagel wächst.
- wissen wir nicht, wie gut die möglichen äußerlichen und inneren Therapien bei Ihnen wirken werden.
- es herrscht das Motto: Kein Nagelpilz ohne Fußsohlenpilz
Deshalb ist die Geduld und die Kontrolle der Therapie sowie die Anpassung an Ihre Gegebenheiten wichtig. Machen Sie deshalb Fotos vom Verlauf. Trotz aller Unwegbarkeiten therapieren wir seit 30 Jahren erfolgreich. Sie können also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Heilung hoffen.
Die Nagelpilz-Behandlung dauert in der Regel 1-2 Jahre, im Einzelfall bis zu 4-5 Jahre (weil oft noch andere Schädigungen des Nagels oder Nagelbettes dann erst sichtbar werden).
Wer sich für zytologische Untersuchungen der Haut interessiert, kann gerne auf der Webseite zytoderm.com bestimmte Wissensgebiete und Vorträge von mir nachlesen. Ich hoffe, dass Sie Erkenntnisse und Anregungen auf dieser Webseite finden. Sie können auch gerne Kontakt mit mir aufnehmen über info@hautarzt-foss.de.